Indolente (reife) B- und T-Zell-Lymphome
Vorbemerkung
Diese Lymphome manifestieren sich überwiegend im generalisierten Stadium.
Die chronische lymphatische Leukämie vom B-Zell-Typ (F B-CLL) und die kleinzelligen lymphozytischen Lymphome sind in der Regel generalisiert; lokalisierte Stadien sind eine Rarität. Im Allgemeinen Stadium IV mit Knochenmarkbefall und leukämischer Ausschwemmung = CLL und deren Sonderformen.
Lymphoplasmozytische Lymphome manifestieren sich ebenfalls selten lokalisiert (nodal, splenomegal, GIT, HNO). Leukämische Verlaufsformen kommen vor und sind im Blutbild von der CLL nicht zu unterscheiden (Immunzytologie und Lk.-Histologie).
Eine Sonderform des lymphoplasmozytischen Lymphoms ist der Morbus Waldenström, charakterisiert durch eine monoklonale IgM-Paraproteinämie und dadurch bedingte Komplikationen (Hyperviskositätssyndrom). Hier kann eine Plasmapherese indiziert sein. CTx unterscheidet sich jedoch nicht von der anderer indolenter Lymphome. Studie siehe CLL.
Das follikuläre Lymphom Grad 1 und 2 ist durch seine besondere Strahlenempfindlichkeit gekennzeichnet. Neben der B-CLL beste Prognose. Aufgrund der kurativen Möglichkeit der RTx in den limitierten Stadien eingehende Staginguntersuchung. Das follikuläre Lymphom Grad 3a und 3b ist ein aggressives Lymphom und wird wie ein solches behandelt.
Das Mantelzell-Lymphom: im Vergleich zu den anderen indolenten Lymphomen ungünstige Prognose. Es spricht nur unzureichend auf eine CTx an, ist i. d. R. rasch progredient mit mittlerer Überlebenswahrscheinlichkeit von 3–4 Jahren.
Das nodale Marginalzonen-B-Zell-Lymphom wird wie die übrigen indolenten Lymphome behandelt; beim Marginalzonen-Lymphom der Milz kann die Splenektomie zu lang dauernder Remission führen.



