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Hämoblastosen - Hodgkin-Lymphom - Vorbemerkung

Hodgkin-Lymphom

Vorbemerkung

 

Das Hodgkin-Lymphom ist eine zumeist heilbare Erkrankung. Die Prognose wurde in den letzten 25 Jahren durch eine differenzierte, Tumorstadien- und Risikofaktoren-adaptierte Behandlungsstrategie ständig verbessert. Heilungsrate bei 70–90 %, abhängig von Tumorstadium und begleitenden Risikofaktoren.

 

Die meist kombinierten CTx-/RTx-Protokolle verursachen eine hohe Rate an therapiebedingten Toxizitäten und Sekundärneoplasien, die nach 10–20 Jahren die Mortalität des Hodgkin-Rezidivs überholen; insbes. jüngere Pat. (< 30 Jahre) sind gefährdet. Bei einer Heilungsrate > 90 % in frühen Stadien ohne Risikofaktoren gilt es, die hohe Inzidenz an Zweittumoren zu senken. Behandlungsziel sollte die Steigerung der Effektivität bei gleichzeitiger Reduktion der Toxizität sein. Diese Verbesserungen können nur im Rahmen großer multizentrischer Studien erarbeitet werden.

 

Das vorgestellte Behandlungskonzept orientiert sich an den von der Deutschen Krebshilfe geförderten Studien der Deutschen Hodgkin-Lymphom-Studiengruppe (DHSG, s. u.).