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Hämoblastosen - Myeloproliferative Erkrankungen -
Chronische myeloische Leukämie (CML) - Vorbemerkung

Chronische myeloische Leukämie (CML)

Vorbemerkung

 

Die CML ist eine durch das Philadelphia-Chromsom bzw. die bcr-abl-Translokation definierte Erkrankung pluripotenter Stammzellen mit Expansion der Granulopoese.

 

Inzidenz: 1–2/100.000.

 

Ätiologie: Außer Strahlenexposition und Chemikalien (Benzole, Zytostatika) keine weiteren Risikofaktoren und auch keine familiären Syndrome bekannt. Durch die Translokation t(9;22) (q34;q11) entsteht das Fusionsgen bcr-abl auf Chromosom 22 (Philadelphia-Chromosom, Ph+). Ph+ ist in allen hämatopoetischen Zellen nachweisbar, auch in Lymphozyten. Das bcr-abl-Genprodukt ist eine Tyrosinkinase, deren unregulierte Aktivität die leukämische Proliferation induziert.