Strahlentherapie
Allgemeines
Die Strahlentherapie ist seit mehr als 100 Jahren bei vielen bösartigen und einigen gutartigen Krankheitsprozessen eine etablierte Behandlung. Die physikalischen Prinzipien und radiobiologischen Effekte ionisierender Röntgenstrahlen sind über viele Jahrzehnte sehr sorgfältig untersucht worden. Die Röntgenstrahlen dienen neben der Diagnosefindung auch zur Therapie von Krankheiten: mit der modernen Radiotherapie (RTx) steht uns ein sehr wirksames Instrument zur Behandlung von bösartigen Erkrankungen zur Verfügung. Sie wird entweder allein oder kombiniert mit anderen Therapieverfahren (Chirurgie, Chemotherapie u. a.) mit der Absicht eingesetzt, die Tumorerkrankung entweder vollständig zu heilen (kurativer Einsatz) oder Symptome, die von der Tumorerkrankung ausgelöst werden, zu lindern oder zu vermeiden (palliativer oder adjuvanter Einsatz).
Deutschlandweit erkranken pro Jahr ca. 400.000 Patienten neu an bösartigen Tumoren. Davon benötigen über 60 % im Laufe ihrer Erkrankung eine Strahlenbehandlung; bei 50 % aller dauerhaften Heilungserfolge ist die Strahlentherapie integral mit beteiligt. Über 300 Einrichtungen und mehr als 600 Linearbeschleuniger sowie fast 1.000 Fachärzte sorgen in Deutschland für eine engmaschige und hochwertige Versorgung.



