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Solide Tumoren - Geschlechtsorgane und Brust - Endometriumkarzinom - Vorbemerkung

Endometriumkarzinom

Vorbemerkung

 

Inzidenz: Das Endometrium-(Korpus-)Ca. entwickelt sich überwiegend bei älteren Frauen. Häufigkeitsgipfel zwischen 75 und 80 Jahren, aber auch jüngere Frauen erkranken (5 % < 40 Jahren). Inzwischen häufigstes Genitalkarzinom der Frauen westlicher Industrieländer. Inzidenz in der BRD: 17,9/100.000, insges. ca. 10.000/Jahr. Es wird durch die Vorsorgeuntersuchung selten erfasst.

 

Risikogruppen: Nullipara, Adipositas (80 %), Diabetes mellitus (65 %), Hypertonus, nicht-zyklische, alleinige Östrogenersatztherapie, Tamoxifen.

 

Typ-I-Karzinome: Sporadisch auftretende Karzinome mit exo-/endogenem Hyperöstrogenismus etwa vom Typ des endometrioiden Adenokarzinoms inkl. Varianten (ca. 80–85 %). Präkanzerose: atypische Hyperplasie.

 

Typ-II-Karzinome: Sonstige sporadische, nicht-endometrioide Karzinome, vorwiegend vom Typ des serösen Karzinoms.

 

Typ-III-Karzinome: Karzinome jüngerer Frauen mit familiärer Disposition, Mikrosatelliteninstabilität (MSI) und Neigung zu Mehrfachtumoren. Auftreten im Rahmen des Lynch-Syndroms (HNPCC, hereditary non-polyposis colorectal cancer (etwa 5–10 %)).