Magen- und AEG-Karzinome
Vorbemerkung
Inzidenz: Stark schwankend in den versch. Regionen der Welt, sehr häufig in Japan, Südamerika und Osteuropa (30–85/100.000), deutl. niedriger in den USA, Israel und Westeuropa (4–8/100.000) mit sinkender Tendenz. Ernährungsgewohnheiten haben einen wesentlichen Einfluss. Adenokarzinome des ösophagogastralen (AEG-)Übergangs nehmen deutl. zu.
Risikogruppen: „Der operierte Magen“, insbesondere B II ohne Braun’sche Fußpunktanastomose, bei Ulcus ventriculi und Alter > 45 Jahre bei Erstoperation, perniziöse Anämie, epitheliale Polypen > 2 cm, villöse Polypen, Hiatushernie, M. Ménétrier. In weiteren Untersuchungen zum Magenfrühkarzinom wird das Vorhandensein von Helicobacter pylori mit dem intestinalen Magenkarzinom sowie dem MALT-Lymphom assoziiert.
Prävention: Screeninguntersuchungen sind in der Lage, Frühkarzinome oder Dysplasien zu entdecken mit der Konsequenz, dass die Rate kurativer Resektionen steigt. Die Vorsorge-/Früherkennungsuntersuchung ist in Ländern mit hoher Inzidenz Standard (Japan).



